Falls es euch noch nicht aufgefallen ist: Träume halten sich nicht an Gesetze. In einer Stunde kann man eine gesamte Welt erbauen, das Fliegen lernen und vor einem verrückten Axtmörder fliehen ohne in der Realität auch nur einen Finger zu rühren. Klingt gut? Nun, da gibt es nur einen Nachteil: Das alles geschieht im Unterbewusstsein, man kann sich also nicht so einfach aussuchen, ob man des Nächtens Besuch vom Fluglehrer oder doch vom Axtmörder bekommt…
Der Film
In Inception ist zumindest letzteres etwas anders: Dort gibt es Menschen, deren Beruf es ist, in den Träumen Dritter nach Geheimnissen zu suchen oder Ideen zu pflanzen – und auf den ersten Blick scheinen diese Aufträge auch garnicht allzu gefährlich. Wenn man stirbt, wacht man auf. Einfache Regel.
Doch was geschieht, wenn man sich in der Traumwelt verliert? Wenn einem die gottgleiche Macht, alles nach den eigenen Wünschen anzupassen, zu Kopf steigt und sich die vermeintliche Utopie als Dystopie herausstellt? Dieser Frage geht der Film, unterstützt von einer Menge Action und einer für Hollywoodverhältnisse erstaunlich komplexen Geschichte (einen Traum im Traum im Traum im Traum gefällig?) nach und stellt so auch den Kinobesucher vor die Entscheidung: “Wenn du deine eigene Traumwelt bauen könntest und genau wüsstest, dass sie nicht real ist, würdest du sie der Realität trotzdem bevorzugen?”
Meine Meinung
Wie man meinem etwas verzweigten Beschreibungsversuch vielleicht entnehmen kann, war ich höchstbegeistert von Inception und empfehle daher jedem, ihn früher oder später selbst anzusehen. [spoiler] Vor allem das Ende fand ich einfach nur grandios: Wenn ein Traum nach dem anderen zusammenbricht und ich mir jedes mal denke: “Ach genau, das war ja nur ein Traum” und dann zu allem Überfluss noch der Abspann beginnt und das einzige, das mir dazu einfällt, “Ach genau, das war ja nur ein Film”, ist, dann ist eine Aufnahme in meine “Hall of Fame” so gut wie sicher. [/spoiler]
Zwischen dem Moment, in dem ich zum ersten Mal von “Inception” hörte und dem Moment, in dem ich etwas verwirrt und dennoch schwerst begeistert das Kino verlies und mich durch die Menschenmengen, die auf die nächste Vorstellung zu warten schienen kämpfte, vergingen in etwa 3 Stunden. Die Zeit zwischen dem Verlassen des Kinos und dem Moment, an dem mich die Idee hinter Inception nicht mehr unterbewusst verfolgt, wird wohl etwas länger sein.
Wie manch Einer vielleicht weiß, läuft am Broadway derzeit American Idiot – The Musical. Für mich Grund genug, im Oktober nach New York zu fliegen und es mir anzusehen (die Tatsache, dass ich aufgrund einer Schulreise sowieso dort wäre, hat selbstverständlich nichts damit zu tun). Aber warum fasziniert mich ein Musikalbum, das inzwischen doch schon einige Jahre alt ist, immer noch so sehr, dass ich mir vermutlich auch die schlechteste Verwurstung davon ansehen würde?
American Idiot war bei mir das, was ich als meine “erste CD” bezeichnen würde. Es war zwar nicht die Erste, die ich gekauft habe (an diese kann ich mich komischerweise überhaupt nicht mehr erinnern), aber es war die Erste, die ich mir Tage-, Wochen-, ja, sogar Monatelang angehört habe. Und auch wenn ich inzwischen musikalisch eher bei komplexerer Musik (Metal, Jazz, Klassik) gelandet bin: American Idiot ist meine Gute-Laune-CD, und das bleibt auch so. Nicht umsonst habe ich die letzten 3 Schuljahre auf der Heimreise nach dem letzten Schultag immer Holiday gehört, nicht umsonst drehe ich bis heute bei Wake me up when September ends das Autoradio lauter und nicht umsonst halte ich Homecoming bis heute für den besten Song von Green Day.
Letzteren Song liebe ich übrigens so sehr, sollte ich jemals nach einem längeren Auslandsaufenthalt die Heimreise antreten, wäre er das zweite Lied, das ich hören würde (das Erste wäre, wie für einen Südoststeirer Pflicht, natürlich Fürstenfeld von STS).
American Idiot ist, wenn es nach mir geht, eines der besten Alben des letzten Jahrzehnts, und deshalb widme ich ihm auch meinen ersten Art Directed Blogpost.
Da sitze ich also mit dem fertigen Design des neuen Blogs vor mir und zerbreche mir den Kopf über einer Frage, derer ich mich höchstwahrscheinlich schon zu Beginn der Arbeiten hätte annehmen sollen: “Wie darf´s denn heißen?”
Nun, originell sollte er sein, der Name. Auch nicht zu lang, man will ihn ja auch auf Twitter verwenden. Konsistenz ist König und Originalität beinahe Pflicht. Auch mein omnipräsenter Perfektionismus trägt das seinige zur Entscheidungsfindung bei, auch wenn seine Funktion eher destruktiver Natur ist. Immerhin habe ich vor kurzem ein Kreativitätscamp besucht (und gewonnen), da kann es doch nicht so schwer sein, sich einen Namen auszudenken. Am besten ich arbeite mich Schritt für Schritt zum Ergebnis.
- Brainstorming. Leichter gesagt als getan. Schlussendlich gibt es aber doch einige interessante Ideen, darunter eigenartige deutsche Wörter, Begriffe aus verschiedenen Wissenschaften, von denen ich eigentlich viel zu wenig Ahnung habe, und natürlich auch ein paar abgründige Wortspiele.
- Bewertung: Ich bin zwar ein großer Freund seltener Wörter, möchte aber die Besucherzahlen durch Rechtschreibfehler bei der Eingabe der URL nicht noch weiter in den Keller treiben. Das Selbe gilt für wissenschaftliche Fachausdrücke, und die Strafzahlungen der Wortspielkasse sind mir ehrlich gesagt auch zu hoch.
- Erleuchtung, manchmal auch “Kompromiss” genannt. Schließlich habe ich noch diese daver.at-Domain, die aktuell als schlechte CLI-Kopie und Anlaufstelle für veraltete Feedreader fungiert. Da könnte man doch etwas daraus machen, und um die Wortspielkasse doch noch ein wenig aufzufetten fügt man noch zwei Doppelpunkte ein und geht auch gleich sicher, dass man den richtigen C++ Namespace verwendet (und die Geeks damit zufrieden stellt).
Die Daver-Geschichte ist übrigens eine eher magere: Mein Vorname ist David, und bei NHL Zweitausendirgendwas konnte der Kommentator nur bestimmte Spielernamen aussprechen, darunter “Dave”, welchen ich daher gezwungenermaßen wählte. Hängt man jetzt noch ein “r” für den Nachnamen hinten dran ist man auch schon fertig.
Und wie geht´s euch so mit den Usernamen?